Terror und Energie

Sind wir ehrlich und nennen wir den Teufel beim Namen:

Die wahren Terroristen sind wir – und nicht „islamistische Gefährder“ oder Flüchtlinge. Wir sind durch unseren Lebensstil Umweltterroristen und wirken weltweit!

Krieg um Ressourcen ist globaler Alltag: Krieg um Wasser, Boden und Bodenschätze und letztlich immer um Energie. Diese Energie verwenden wir dann, setzen sie frei und produzieren damit immer Erderwärmung und Extremwetter, Fluten, Stürme, Dürren, weiteren Krieg und weitere Flucht. Abschottung ist sinnlos.

Terrorismus gegen westliche Industrienationen ist auch Ausdruck verlorener Balance und unerträglicher Lebensumstände in weiten Teilen der Welt. Im Vergleich zur Dimension unseres „Alltagsterrorismusses“ durch übermäßige Ressourcenerschöpfung ist ein Anschlag auf das World Trade Center 2011 allenfalls eine symbolische Tat. Natürlich ist jedes Opfer eines zuviel, ohne deutlich höhere Opferzahlen wird die Menschheit, bei bald 10 Mrd. Menschen Weltbevölkerung, jedoch nicht fortexistieren können.

Die Ultima Ratio gegenüber einer herannahenden globalen Umweltkatastrophe ist das Energiesparen, der Ressourcenschutz, die weitestgehende Abschaffung von Industrie und zentralisierter Nahrungsmittelproduktion in Monokulturen, die Regionalität, die Wiederaufforstung, die Einstellung von Bauaktivitäten und Flächenversiegelung und -verbrauch, … Welche Politik sollte uns das je anbieten?

Würden wir sie wählen, wenn es hieße, wieder selbst Nahrungsmittel zu produzieren, zu verarbeiten und zu lagern, wenn wir uns hauptsächlich wieder zu Fuß fortzubewegen hätten und Heilkräuter suchen müssten, statt flugs die Apotheke aufzusuchen, wenn wir unser Trinkwasser selbst auffangen und filtern müssten, …?

Eher nicht. Unser Schicksal lautet: kollektiver Suizid. Suchen wir die Musik zum Untergang aus oder warten wir auf derart hohen Leidensdruck, dass wir uns gegenseitig den Garaus machen für ein kleines Stück von Etwas, was wir heute vielleicht noch im Großen retten können?

Würde die EU sich deindustrialisieren, wäre ihre Attraktivität als Zufluchtsort zumindest vorrübergehend geringer. Neben wirtschaftlichen Motivationen in die EU zu drängen, bleiben Vertreibungen durch Krieg, Energiekrieg und Klimaflucht ein Thema. Deutschland ratifiziert das Pariser Klimaschutzabkommen, eine Begrenzung der Erderwärmung auf max. 2 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit ist das Ziel.

Die Triebfeder des Wahnsinns funktioniert so lange, wie Energiekonzerne Abnehmern entgegen dem physikalischen Energieerhaltungssatz verkaufen können, was ihnen per Naturgesetz längst gehört: die Energie. Also: Verstaatlichung und Kontingentierung. Das kommt in Anbetracht der Atommüllproblematik sowieso.