§

Es geht um mehr, als einen Kampf gegen Windmühlen:

Die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für Windkraftanlagen ist generell unzulässig vor dem Hintergrund einer fehlerhaften baurechtlichen Privilegierung dieser. Das Fehlen bewertungsgeeigneter Erkenntnisse über die Gesundheitsschädlichkeit von Infraschall und anderen GWKA-Immissionen stellt innerhalb Genehmigungen einen Verstoß gegen die Vorsorgepflicht der Genehmigungsbehörde und der Betreiber aus § 5 BImSchG dar. Eine entsprechende Geltendmachung ist über § 42 Abs. 2 VwGO herzustellen.

Aufgrund der naturgesetzlichen Gültigkeit des physikalischen Energieerhaltungssatzes mündet jede Generierung und Verwendung von Elektrizität zwangsläufig in die Freisetzung von Wärme in die Umwelt und beschleunigt somit die Erderwärmung, deren Bekämpfung als höchstgradiges Ziel politischen Handelns proklamiert ist und sich in einem Kosmos terminologischer Enteignungen rund um eine sogenannte Energiewende niederschlägt. Dies bedeutet, Windkraftnutzung ist im Sinne der Absicht, den Folgen eines Klimawandels durch sie entgegenzuwirken, kontraproduktiv, zumindest ineffizient. Selbst eine Abschwächung ist infolge von Rebound-Effekten fragwürdig und unbelegt. Eine Grundlastsicherung aus fossilen Energieträgern belastet zusätzlich und widerspricht einer Dekarbonisierung.

Eine baurechtliche Privilegierung, die sich auf öffentliches Interesse an Elektrizitätsgenerierung stützt, beinhaltet eine mehrheitlich gewollte Selbstschädigung der Bevölkerung, die dem grundgesetzlich gewährleisteten Schutz vor Unversehrtheit diametral entgegensteht. Eine strittige und unbelegte Minderung der Umweltschädlichkeit von Elektrizitätsgenerierung durch WKA ist dem gegenüber unbeachtlich.

Im Sinne der Wahrung von Menschenrechten ist die WKA-Technologie hierdurch bei globaler Verantwortlichkeit ethisch unvertretbar.

Zudem sind inflationär erteilte artenschutzrechtliche Ausnahmen vom Tötungsverbot für WKA mit dem Geist des BNatSchG und der ArtSchV unvereinbar.

Ein öffentliches Interesse an Artenschutz steht einem öffentlichen Interesse an Elektrizitätsgenerierung nicht nach.

Aus dieser Perspektive sind vielzählige Technologien und Industrien und letztlich die ihnen entwachsene zivilisatorische Kultur massiv gefährdet: Eine generationenlange selbstverletzende kollektive Lebensweise bedingt ultimativ Demut und Umkehr. Jetzt.

Andernfalls entscheiden das BVerfG oder das „jüngste Gericht“.

Kollisionen mit Grundrechten sind nicht als allgemeine Lebensrisiken hinzunehmen.

Als Landesbeamter ist der Autor dienstlich verpflichtet, mögliche Rechtsbrüche einer entsprechenden Würdigung zuzuführen. Das wirkt über die Dienstgeschäfte hinaus. Die gegenwärtig zuständige Behörde ist das OVG Lüneburg. Dem ist vorgetragen. Wie oft kommt so eine „Steilvorlage“ im Wirken von Richtern, um eine breitenwirksam-ehrwürdige und innovative Entscheidung zu fällen?

Die Gegenseite spricht von Behauptungen, als seien solche bedeutungslos. Behauptungen – durchaus. Das Zutreffen dieser Behauptungen ist jedoch sowohl möglich, als auch wahrscheinlich. Dafür spricht die verbreitete Annahme derer Richtigkeit.

Die Angelegenheit ist unlängst ein Politikum.